Support Ende nicht nur für Windows 2000
Am 13ten Juli 2010 endet nicht nur, wie bereits berichtet, die Support-Phase für Windows 2000. Dieses Datum ist gleichzeitig das offizielle Support-Ende für Windows XP mit Service Pack 2 und Windows Vista in der ursprünglich RTM-Variante. In Umgebungen in denen Compliance-Anforderungen die bestimmte Verwendung einer Version-SP-Version vorschreiben bleiben somit lediglich einige Wochen um eine neue Compliance-Basis zu schaffen.
Weitere Informationen für IT-Professionals zu dem Thema „Update & Migration“ finden sich unter http://technet.microsoft.com/de-de/windows/default.aspx.
Bye Bye Windows 2000
Am 13. Juli 2010 endet der Extended Support für Windows 2000 Server. Danach bietet Microsoft für das Produkt keine Aktualisierungen, Sicherheitsupdates oder andere Supportleistungen mehr an. Lediglich der kostenlose Zugang zu Online-Inhalten wie Knowledge-Base-Artikel oder Produktinformationen auf der Microsoft-Homepage bleiben erhalten.
Eine Virtualisierung eines Altsystems löst jedoch lediglich die Probleme in Bezug auf die Anfälligkeit gegen Hardwareausfälle (beispielsweise dürften 10 Jahre alte Festplatten für einen RAID-Verbund nur schwer zu bekommen sein). Auch eine virtualisierte Maschine muss gegenüber malignen Programmen wie Trojanern und Viren oder Sicherheitslücken geschützt werden. Letzteres dürfte schwierig werden, wenn Microsoft als Hersteller die entsprechenden Korrekturen nicht zur Verfügung stellt. Das „Absichern“ bleibt in diesem Fall die Aufgabe der IT-Administration – mitunter dürfte eine Migration der Aufgaben des Servers auf eine aktuellere Plattform sogar der einfachere Weg sein.
Die wichtigsten Informationen zu den Produktlebenszyklen stehen unter http://support.microsoft.com/gp/lifepolicy. Aufgrund dieser Richtlinien werden ebenfalls am 13. Juli 2010 Windows Server 2003 und Windows Server 2003 R2 von der Mainstream Support- in die Extended Support-Phase übergehen. Mehr Informationen zu den Microsoft Support Lifecycle-Richtlinien gibt es unter http://support.microsoft.com/lifecycle und zum Support-Ende von Windows 2000 Server unter http://www.microsoft.com/germany/presseservice/detail.mspx?id=532871.
Mit Unix-Kraft unter Windows – MKS Toolkit

Das MKS Toolkit bietet drei Unix-Shells für die Arbeit unter Microsoft Windows. Eine Vielzahl von Funktionen lassen sich direkt in der Microsoft CMD.EXE ausführen.
Die Möglichkeiten in den diversen Shells von Unix sind den Fähigkeiten der typischen Windows Eingabeaufforderung immer noch überlegen. Erst die Powershell von Microsoft kann als ebenbürtiges Pendant angesehen werden. Das MKS Toolkit bildet Unix-Funktionen unter Windows ab – Grund genug sich das Produkt näher zu betrachten.
Die grafische Oberfläche eines Betriebssystems ist eine Arbeitserleichterung – Punkt. Diese Tatsache dürfte von keinem IT-Professional in Frage gestellt werden, denn Webseiten, Dokumentation oder Zeichnungen lassen sich erst in einem grafisch orientiertem System vernünftig darstellen. Wohl kaum hätte die Open-Source Gemeinschaft so viel Energie in die Entwicklung eines ausgereiften X-Window System investiert, wenn alles in der Konsole effektiver zu erledigen wäre. Für viele Endanwender ist die Eingabeaufforderung, selbst wie sie Microsoft Windows bietet, ein Buch mit sieben Siegel. Das liegt jedoch nicht in der geringeren Begabung des Anwenders, als eher in der Tatsache begründet, dass er die Fähigkeiten, die die Konsole zur Verfügung stellt, schlichtweg nicht braucht.
Das permanente Arbeiten in der grafischen Oberfläche hat dem Windows-Administrator einen fast schon schlechten Ruf eingebracht, da eine Automatisierung wiederkehrende Aufgaben weniger gut in der GUI zu realisieren ist. Auch Microsoft hat dies vor Jahren erkannt und hat die Fähigkeiten der Konsole mit jeder aktuellen Windows-Variante stark erweitert. Erst die Powershell bietet in etwa dass, was von einer Unix-Shell zu erwarten ist und geht dank dem objektorientiertem Ansatz teilweise über die Standard-Shells in hinaus. Was jedoch, wenn eine möglichst identische Umgebung, unabhängig vom Betriebssystem, für administrative Aufgaben oder automatisierbare Prozesse benötigt wird? Hier kommen Speziallösungen zum Einsatz – wie die Toolkit-Produkte der im kanadischen Ontario ansässigen Firma MKS Inc.
Auch die zu Microsofts „Windows Services for Unix“ gehörende Unix-Korn-Shell stammt ursprünglich aus dem Hause MKS. Das MKS Toolkit selbst wird in verschiedenen Versionen angeboten, die eine einfache und schnelle Migration von Skripts, Quellcode, Build- und Arbeitsumgebungen von Unix nach Windows ermöglichen. Die Zielgruppe des MKS Toolkit sind Administratoren, die weitreichende Automatisierungsaufgaben umsetzen wollen und Programmierer gleichermaßen.
Das MKS Toolkit for Developers stellt die mit POSIX2 definierten Tools zur Verfügung, wie beispielsweise Korn-, C- und bash-Shells, find, awk, grep, perl und weitere hunderte Dienstprogramme und Tools. Für Entwickler enthält das Produkt Dienstprogramme wie beispielsweise make, ld und ein cc-Skript bereit, das für die Unterstützung zahlreicher C- und C++ Compiler für Windows, beispielsweise mit Microsofts Visual Studio, konfiguriert werden kann.
Die Version „MKS Toolkit for Enterprise Developers“ ist eine Erweiterung für die Migration von Unix-Anwendungen nach Windows. Dazu wird eine komplette Sammlung von Unix-API-Bibliotheken bereitgestellt, die auf dem Win32-Subsystem die Migration von Unix-basierenden Anwendungen überhaupt ermöglichen. Weiter unterstützt die Enterprise-Variante X11, OpenGL, Motif, C, C++, Fortran, Curses und Shell-Skriptanwendungen.
Kurz gesagt bietet die MKS Toolkit-Technologie ein Framework für die Koexistenz und nahtlose Interaktion von Unix- und Windows-Anwendungen auf der Windows-Plattform. So erfordert ein Migrationsprozess nur wenige oder keine Änderungen am Unix-Quellcode und ermöglicht das Vorhalten eines einzigen Quellcode als Basis für Bereitstellung von Anwendungen unter Windows und Unix gleichermaßen. Eine Kompatibilität für x64-Windows bietet MKS schon seit geraumer Zeit an – dies jedoch in einer speziellen Variante.
Administration mit Unix-Hilfsmitteln
Für Administratoren bietet sich das MKS Toolkit für verschiedene Aufgabenstellungen an. Neben einigen Programmen die mit einer grafischen Oberfläche ausgestattet sind, finden sich die Mehrzahl von Programmen als nicht-grafische Shell-Software. Ein Teil der Befehle lässt sich direkt aus der Microsoft Eingabeaufforderung CMD.EXE nutzen, während andere in den Shells betrieben werden. MKS liefert verschiedene Shell-Versionen mit, wie die Bash, die Korn-Shell oder die C-Shell. Es gibt zwischen den verschiedenen Shell-Versionen diverse Unterschiede – im Test haben wir, gemäß der Empfehlung im Handbuch, die Korn-Shell verwendet. Die Korn-Shell hat gegenüber der Eingabeaufforderung aktueller Windows-Versionen und der Bash den entscheidenden Nachteil, dass mit der Tabulator-Taste nicht der Pfad dem Kontext entsprechend aufgefüllt wird. Wer einmal mit dieser Arbeitserleichterung gearbeitet hat, der möchte diese Fähigkeit wahrlich nicht mehr missen. Die mit der Version 8.6 eingeführte Bash, die Bourne Again Shell, hat den entscheidenden Vorteil, dass auf Unix und Windows die gleichen Shell-Skripte ausgeführt werden können, ohne dass diese angepasst werden müssten. Neben den üblichen Befehlen, die unter Unix Gang und Gäbe sind, wie beispielsweise mv für das Kopieren oder rm für das Löschen finden sich einige Befehle, die es unter Windows in der Konsole so überhaupt nicht gibt. Beispielsweise ist das Umbenennen von Dateien, die das System aktuell als Filehandle geöffnet hat unter Windows in vielen Konstellationen überhaupt nicht möglich. Mit der Korn-Shell aus dem MKS Toolkit lassen sich mit dem Befehl pending Umbenennungs- oder Kopieraktionen für den nächsten Neustart oder die nächste Benutzeranmeldung einplanen. Ein grafischer Scheduler aus dem Toolkit ist für automatisierte Aufgaben oder Programmstarts in vielen Szenarien ein brauchbares Arbeitsmittel. Das MKS Toolkit ist aber mehr als nur eine Zusammenstellung von Befehlen, die es unter Unix gibt und unter Windows nicht. Die Kombination aus den Fähigkeiten beider Betriebssysteme lassen sich ebenfalls nutzen. Mit Hilfe des Utility shortcut lassen sich unter anderem Windows-Desktop-Elemente erzeugen. Im Lieferumfang findet sich ein Beispiel-Script, mit dessen Hilfe über die Korn-Shell die Befehle mkdir, rmdir und dem Zugriff auf die Windows-Registry für verschiedene Gruppen oder Benutzer eine Verknüpfung auf dem Desktop ausbringen lässt. Im Bereich SNMP „Simple Network Management Protocol“ bietet das Programmpaket weitere Möglichkeiten. Genau in diesem Segment ist Microsoft Windows in der Standardauslieferung eher schwach ausgestattet. Insgesamt 18 Befehle wie SNMPGET, SNMPWALK oder SNMPSTATUS stehen als EXE-Befehl zur Verfügung und lassen sich so in eigene Batch-Jobs einbauen.
Mit Hilfe dieser Programme ist es beispielsweise ein leichtes, sich in der Früh einen Report über die verbleibende Kapazität von nicht Windows NAS-Systemen übermitteln zu lassen. Wird ein Programm mit dem Schalter /? gestartet, so erscheint eine Auflistung der Einstellungen, die das Programm bietet. Wird die Online-Hilfe mit dem Befehl man zum Programmnamen befragt, so finden sich noch viele weitere Hinweise auf die Benutzung.
König der Editoren?
Wer mit Winword & Co groß geworden ist, dem wird die Liebe einiger Administratoren für „den“ Editor aus der Unix-Welt ein unerklärliches Rätsel bleiben. Durch Eingabe von vi wird nun auch der Klassiker unter den Editoren unter Windows nutzbar. Schönerweise haben die Programmierer den VI für den Einsatz in der Windows-Welt optimiert. So lässt sich die Zwischenablage als Datenimporteur nutzen. Die Größe des Puffers für den Zwischenablagen-Transfer wird in treuer Unix-Manier über einen Eintrag in einer Profildatei im ASCII-Format abgespeichert. Soll richtig GUI-Feeling aufkommen, so empfiehlt sich der Einsatz der grafisch orientierten VI-Version, die über das Start-Menü aufgerufen werden kann. Ob das „Beste aus beiden Welten“ so aber noch standesgemäß ist, bleibt dem Anwender überlassen.
Viele Administratoren haben am Standort eine Mischung aus Linux-, Unix- und Windows-Maschinen zu betreuen. Sollen die Anwender Zugriff auf beide Maschinentypen haben, so ist bei Änderung des Passworts viel manueller Eingriff notwendig. Im MKS Toolkit findet sich ein Programm, das einen verschlüsselten Austausch von Passwörtern von den Windows-Rechnern in Richtung Unix-Maschinen ermöglicht. Bevor diese Funktionalität verwendet werden kann, muss zunächst die „Local Security Authority“ (LSA) in Form einer DLL in das Windows-System eingebunden werden. Dies geschieht am einfachsten, durch den Aufruf des Programms über das Startmenü. Nach einem zwingend erforderlichen Neustart lässt sich die „Password Synchronization“ nutzen. Das Datensicherungsprogramm „Visual Pax“ ermöglicht das Erstellen, Komprimieren von Dateien unter Unix, die dann auf Windows gelesen und bearbeitet werden können und in umgekehrter Richtung. „Visual Differencing“ ist eine Windows Applikation mit der zwei Textdateien auf Unterschiede verglichen werden und zusammengefasst werden können. Soll mehr als ein Benutzer gleichzeitig auf einem Server eingeloggt arbeiten können, so ist die Anschaffung der „Unlimited Connectivity Suite“ erforderlich. Neben einer kurzen gedruckten Übersicht in englischer Sprache findet sich die Dokumentation zum Toolkit ausschließlich in digitaler Form. Die Online-Dokumentation lässt sich entweder ganz in Unix-Manier über den Befehl man darstellen oder über das Startmenü. Inhaltlich fand sich zwischen beiden Varianten kein Unterschied. Auf der Homepage des Herstellers finden sich einige White-Paper die verschiedene Migrationsvorhaben in unterschiedlichen Unternehmen beschreiben.
Grenzen der Kompatibilität
Auch ohne in die Tiefen von Programmcodes vorzustoßen, so sind einige Unterschiede schon bei schnellem Blick auffindbar. So lassen sich beispielsweise Module nicht über die üblichen Befehle an den Systemkern anhängen. Das ist ja nicht weiter verwunderlich, da es ja keinen Unix-basierenden Systemkern gibt, sondern das Windows-Basissystem um eine Vielzahl von Befehlen erweitert wurde. Da auch Devices, sprich Geräte, in Windows komplett anders angesprochen werden, sind Eingaben möglich, die auf einem echten Unix-Rechner zu Fehlern führen würden. Die Eingabe ls a: beispielsweise erzeugt die Ausgabe des Directory einer Diskette im Laufwerk A, während der direkte Verweis auf das Gerät „Floppy“ nicht umgesetzt werden kann.
Zu Windows NT 4.0 Zeiten muss das MKS Toolkit als die einzige Hoffnung am administrativen Himmel betrachtet worden sein. Microsoft hat die Möglichkeiten der Eingabeaufforderung aber stark erweitert, so ist heute mit TASKLIST und TASKKILL schon unter Windows XP das möglich, was einst dem ausgewachsenen Unix überlassen blieb. Programme wie GREP, WHOAMI, DEPENDS oder DIFFB werden möglicherweise irgendwann auch zum Befehlsumfang der regulären CMD.EXE gehören oder werden in der Powershell abgebildet. Bis dahin, bleiben die rund 300 Befehle, die das Toolkit allein für Administratoren bietet ein starkes Stück Software. Als Alternative sei auf das Cygwin-Projekt aus der Freeware-Szene hingewiesen, bei dem eine Linux-konforme API bereitgestellt wird.
SharePoint Camp im April
Nein – das ist wirklich nicht der alljährliche April-Scherz. Im April findet in Unterschleißheim in der Deutschland-Zentrale von Microsoft das „ShareCamp 2010″ statt. Zwei Besonderheiten machen dieses Treffen aus: es handelt sich um eine Unveranstaltung – sprich es gibt keine feste Agenda mit Sprechern. Die Teilnehmer sind aufgefordert das Programm selbst mitzugestalten. Zweite Besonderheit: die komplette Aktion ist kostenfrei.
Definitiv spannend und ein weiterer Schritt in die richtige Richtung: COMMUNITY
Weitere Infos und Anmeldung unter http://www.sharecamp.de/Pages/Home.aspx
tech-ed Europe 2009 in Berlin: Alles ist groß
Der 09. November ist für Deutschland und ganz besonders für Berlin ein besonderes Datum — das gilt noch mehr für das Jahr 2009, in dem sich der Mauerfall zum zwanzigsten Mal jährt.
Etwas Ähnliches haben sich wohl auch die Verantwortlichen von Microsoft gedacht, als sie ihre alljährliche Veranstaltung tech-ed 2009 genau zu diesem Datum in Berlin veranstalteten.

Und so startete Microsofts Stephen Elop, President Business Division, seine Keynote natürlich auch mit einer Referenz zu diesen Ereignisse vor den versammelten mehr als 7700 Entwicklern und Administratoren, die dieses Jahr den Weg nach Berlin fanden.
Diese große Anzahl an Teilnehmer entstand nicht zuletzt dadurch, dass in diesem Jahr die beiden Veranstaltungen für die Software Entwickler und für die Systemverwalter/
Administratoren auf eine Woche zusammen gelegt wurden: In die letzten Jahre hatten diese beiden“IT-Gruppen“ je eine Woche exklusive Veranstaltung für sich.
Aber insgesamt passt diese Menschenmenge zu den gesamten Veranstaltung in der Berlin, die in fast allen Aspekten nur mit einem Adjektiv beschrieben werden kann: GROSS!!!!
Das Messegelände in Berlin ist so weitläufig, dass die Wege von einer Session zur nächsten nur im Laufschritt erledigt werden können und der Andrang bei der Garderobe und bei anderen Gelegenheit. lässt in Zusammenhang mit dem lausigen Wetter (Regen, Regen und kalt), ein echtes „CeBIT-Feeling“ aufkommen.
Zurück zur Keynote: Der erste Teil des Vortrags, der insgesamt fast 90 Minuten dauerte, rief beim Publikum wenig Begeisterung hervor, hob Elop doch nur ein weiteres Mal das Bestreben seiner Firma hervor, die „neue Effizienz“ in der IT weiter zu verbreiten. Natürlich kamen dabei auch imnmer wieder die Hinweise, auf die vielfältigen Möglichkeiten, die sich nach seinen Aussagen gerade in der Zusammenarbeit von Windows 7 und Windows Server 2008 R2 ergeben.
Interessanter wurde es dann bei der Ankündigung der Verfügbarkeit des Exchange-Servers in der Version 2010, die mit dem 09.November 2009 startet. Hier konnte Elop dem Publikum sogar einen spontanen Applaus entlocken: Die Ankündingung, dass Outlook WebAccess nun endlich auch unter Mozilla Firefox und Apple Safari komplett funktionieren würde, schien die meisten der Anwesenden wirklich zu begeistern.

Stephen Elop, President Microsoft Business Division; Bill Laing, Corporate Vice President Windows Server and Solutions und Achim Berg, Area Vice President bei Microsoft Deutschland (Quelle: Microsoft)
Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung und natürlich auch zu Exchange 2010 in einem späteren Beitrag. Denn da kommt noch eine Pressekonferenz
Gruß aus Berlin
Micha
Es muss nicht immer nur die „Cloud“ sein…
Wer heute mit dem CEO einer kleineren oder auch größeren IT-Firma redet, der wird in einem derartigen Gespräch ein Thema wohl kaum vermeiden können (außer der Interviewer frönt dem gleichen Hobby wie der Interviewpartner – was für ein Interview aber häufig wenig zielführend sein dürfte
): die sogenannte Cloud oder auch das Cloud-Computing. Umso angenehmer, wenn man wie ich die Gelegenheit erhielt, mit einem ausgewiesenem Profi im IT-Geschäft zu reden, der absolut nicht der Meinung ist, dass die Cloud die Lösung aller Probleme der IT ist.
Ende Oktober hatte ich die Gelegenheit, bei einem Termin direkt in der Münchener City Walter Scott, den CEO (Chief Excecutive Officer) der Firma GFI, zu treffen. Vielen IT-Profis wird die Softwarefirma GFI vor allen Dingen noch von ihren Fax-Servern her bekannt sein, aber das Portfolio dieses Anbieters hat sich doch deutlich weiterentwickelt:
So versteht man sich – nach eigener Beschreibung – heute vor allen Dingen als ein Anbieter, der Lösungen in den Bereichen Netzwerk- und Inhaltssicherheit sowie ganz allgemein Kommunikation bereitstellt.

Auch Walter Scott, der Chef dieses Unternehmens, ist kein unbeschriebenes Blatt in unserer Branche: Als früherer CEO von Acronis, eine Firma die vielen Anwendern allein durch ihre Software True Image bekannt sein dürfte, war schon zuvor im Softwaregeschäft tätig. Davor konnte er sehr erfolgreich die Firma Imceda Software (die sich mit Backup- und Recovery-Werkzeugen für Microsofts SQL Server beschäftigte) an Quest Software verkaufen.
Und mit Zu- und Verkäufen ist er auch heute noch beschäftigt, allerdings ist es mittlerweile seine Firma GFI, die andere Softwareanbieter aufkauft und in den eigenen Betrieb integriert. War es im Sommer erst der Remote-Monitoring und Remote-Management-Spezialist „HoundDog“, so konnte er bei diesem Treffen mit Katharion über eine weitere Softwarefirma berichten, die von seiner Firma übernommen wurde.
So bezog sich dann auch ein Teil unseres Gesprächs auf einen dieser Käufe, nämlich auf Katharion. Laut Scott passt diese Firma nahezu perfekt zu den Produkten, die GFI bisher schon vertreibt: Die Bereich E-Mail-Filtern und Sicherheit für Netzwerke werden auf den Servern der Anwender bereits durch Lösungen von GFI abgedeckt. Mit dem Kauf von Katharion kommen nun Lösungen hinzu, die das sogenannte „host-based filtering“ der E-Mails erlauben.
Genau in diesem Zusammenhang drehte sich das Gespräch dann in eine Richtung, die unweigerlich die Begriffe „Cloud“ und „Cloud-Computing“ beinhalten musste. Zunächst einmal hatten wir aber zu klären, wie die Firma denn den gern zitierten Mittelstand definiert, in dem sie nach eigenen Angaben ihr ausgewiesenes Marktsegment sieht. Walter Scott nannte ein Firmengröße von 500 Mitarbeitern und mehr, wenn es um seine Definition von „Small and Medium Business“ geht.
Damit liegt er mit seiner Definition sicher über der vieler kleinerer Firmen, die sich gerade in Deutschland selbst durchaus zum Mittelstand zählen, hat aber auch eine Zielgruppe definiert, die ohne Zweifel eine professionell betriebene IT mit den entsprechenden Mitarbeitern ihr eigen nennt.
Auf der Frage ob sich GFI mit diesem neuen Bereich der gehosteten Lösung nicht selber Konkurrenz macht und sich der Geschäftsbereich seiner Firma „in die Wolke“ verschiebt, hatte Scott differenzierte Antworten zu bieten. So sieht seine Lösung für eine mittelständische Firma weder eine reine Hosting-Lösung noch eine ausschließliche Filterung der Nachrichten vor Ort vor.
„Im Idealfall kann eine Firma beide Ansätze nutzen – beispielsweise eine Anti-Spam-Appliance vor Ort im eigenen Rechenzentrum und zudem eine Filterung der Nachrichten durch einen entsprechenden gehosteten Dienst“, fasste er seine Vorstellungen zusammen. Dabei hob er die Vorteile der gehosteten Dienste hervor, die es nach seinen Aussagen den Unternehmen ermöglichen sollen, SPAM-Mails, die bei vielen Unternehmen nach den Erfahrungen von GFI bis zu 90 Prozent der Nachrichten ausmachen, schon auszufiltern, bevor sie überhaupt die eigene IT erreichen.
Er hob außerdem hervor, dass seine Firma für diese Dienste Rechenzentren direkt in Deutschland betreibt, denn „nur so können wir das Vertrauen unserer Kunden in derartige Lösungen gewinnen“. Schließlich war es Walter Scott in diesem Zusammenhang noch ein Anliegen, ein weiteres Werkzeug seiner Firma vorzustellen, das ebenfalls zum Umfeld der „Managed Services“ gehört.
Mit „GFI Max“ stellt der Anbieter ein Tool zur Verfügung, das primär für den Einsatz bei Anbietern von verwalteten IT-Dienstleistungen (MSP – Manged Service Provider), Support-Dienstleister und Valued-Added Reseller (VAR) gedacht. Diese aus der Übernahme der Firma „HoundDog“ stammende Lösung soll es dieser Gruppe von IT-Profis ermöglichen, die Ressourcen und Systeme ihrer Kunden weitaus besser und effizienter zu überwachen. So soll es möglich sein, beispielsweise auch möglich sein innerhalb dieses einen Werkzeugs so unterschiedliche Bereiche wie die Webseiten seiner Kunden aber auch deren RAID-Arrays, ISP-Anbindungen oder gar Niederlassungen in den Griff zu bekommen.
Dieses interessante Werkzeug werden wir (Thomas und ich) sicher noch einmal genauer betrachten und dann in einem Praxisbericht hier und/oder auch auf tech-test.de darüber berichten – allerdings benötigen wir dazu noch etwas Zeit
.
Bis zum nächsten Mal
Micha
Kostenlos: E-Book für Windows-7-Beginner…
Wer sagt denn, dass es in diesen Zeiten nichts mehr umsonst gibt?
Microsoft Press zeigt sich angesichts der Einführung (Ja, Windows 7 ist jetzt wirklich da und kann gekauft werden
) des neuen Client-Betriebssystems großzügig, und bietet ein komplettes so genanntes E-Book zum Download an.

Ein E-Book für Einsteiger zum Thema Windows 7
Klar — hinter den „E-Books“ verbirgt sich hier auch nichts weiter als eine PDF-Datei und es ist ein echtes Anfängerbuch, wenn auch hübsch bebildert
. Aber wer beispielsweise Bekannte hat, die bald auf Windows 7 ein- oder umsteigen wollen, der sollte diesen Tipp weitergeben — könnte ihm eine Menge Fragen seitens seiner Bekannten/Freunde sparen.
Allerdings müssen sich alle, die dieses Angebot nutzen wollen, etwas schicken: Es gilt laut Microsoft Press nur bis zum 31.10.09 und da der Nutzer erst seine E-Mail-Adresse angeben muss, um dann einen Download-Link zu bekommen, kann es jeder auch nur einmal herunterladen.
Lesende Grüße von
Micha
Problem: Excel-Datei lässt sich im SharePoint nicht speichern
Im Zusammenspiel mit Microsoft Office 2003 und den SharePoint Services 2007 kann es zu eine Konstellation kommen, bei der Excel-Dateien nicht mehr gespeichert werden können. Während sich Word-Dateien ganz normal per Anklicken -> Änderung -> Speichern bearbeiten lassen, erscheint bei Excel-Dateien ein Fehlerdialog von Microsoft Excel „… ist schreibgeschützt’“. Um eine Kopie zu speichern, klicken Sie auf ´OK´, Geben Sie der Arbeitsmappe im Dialog ´Speichern unter´ einen neuen Namen.“

Der Fehler lässt sich umgehen, indem anstelle eines Klicks auf die Datei das „kleine Dreieck“ auf der rechten Seite neben dem Dateinamen angeklickt wird und der Menübefehl „In Microsoft Office Excel bearbeiten“ ausgewählt wird.

Was ist der Hintergrund dieses Fehlverhaltens und wie kann es dauerhaft behoben werden? Die Microsoft Office Version auf dem PC ist offensichtlich zu alt. Es wird mindestens Service Pack 3 (SP3) benötigt um fehlerfrei mit den SharePoint Services 2007 zu arbeiten (ganz unabhängig davon macht es erst mit Microsoft Office 2007 wirklich Sinn!).
Die Microsoft Office Version lässt sich in jeder Office-Applikation, beispielsweise Microsoft Word, in der der Menüleiste durch einen Klick auf das Fragezeichen und dann auf Info ermitteln. Es muss SP3 nach der Versionsnummer zu lesen sein.

Ein etwas anderer Weg ins Netz
Mit der Fertigstellung von Windows 7 steht dann auch der so genannte XP-Modus zur Verfügung, mit dessen Hilfe die Anwender nach Microftsofts Vorstellung auch die Programme unter dem neuen Client-Betriebssystem einsetzen können sollen, die noch nicht oder nie unter Windows 7 funktionieren.
Dieser XP-Modus ist allerdings nicht für alle Systeme gedacht: Nur die „großen“ Pakete von Windows 7 mit den Bezeichnungen Ultimate, Professional und Enterprise unterstützen ihn. Zudem muss die verwendete CPU die Fähigkeit besitzen, Virtualisierungstechniken in Hardware zu unterstützen. Näheres zu diesen Einschränkungen und dem Einsatz der Lösung habe ich bereits in einem Artikel auf Virtualisierungs-Guide.de geschildert.
Mit der aktuellen Version von Virtual PC bietet Microsoft aber endlich auch die Möglichkeit, die USB-Anschlüsse des Host-Systems zum Gastsystem „durchzuschleifen“ — so kann eine Anwendung diese Geräte nun nutzen, als seien sie direkt mit dem virtuellen Rechner verbunden. Durch die so genannten Integrationsfeatures stehen solche Geräte dann zunächst mal automatisch beiden Systemen, also sowohl dem Host- als auch dem Gastrechner zur Verfügung.

XP-Modus: Direkter Zugriff auf USB-Medien für beide Systeme
So kam bei uns der Gedanke aus, ob es auf diese Art nicht möglich ist, einer Internet-Verbindung direkt in der virtuellen Maschine mittels eines Surf-Sticks aufzubauen, der die Verbindung zum UMTS-Netz herstellt.
Schließlich sind noch nicht alle Provider, die derartige Angebote besitzen, soweit, dass sie auch Treiber für Windows 7 zur Verfügung stellen können oder wollen. Getestet haben wir es allerdings mit einem Surf-Stick des Providers Fonic mit einer Tagesflatrate, der dieses Problem nicht hat: Er funktioniert dank mitgelieferter Vista-X64-Treiber ganz prächtig auf meinem Notebook unter Windows 7 Ultimate in der X64-Ausprägung.
Aber hier ging es ja ums Prinzip und es klappte in der Tat: Nach dem wir zunächst per Hand die Software vom Stick innerhalb der virtuellen Maschine installiert hatten (der Autostart wollte immer auf dem Host-System installieren) und dann den USB-Port exklusiv dem virtuellen System zugeordnet hatten, war es kein Problem mehr: Das virtualisierte System erkannte das 3G-Modem und es war möglich auf diese Weise einen Internet-Zugriff zu realisieren.

Die Verbindung steht: Via 3G-Modem direkt aus der virtuellen Maschine!
Leider nur mit EDGE-Geschwindigkeit, denn entgegen der Behauptung vieler Provider ist UMTS definitiv KEINE Alternative für die „DSL-lose“ Landbevölkerung. Ich habe sowohl im Süden (zwischen München und Ingolstadt) als auch im Norden von Deutschland (zwischen Hannover und Bremerhaven) UMTS nur und ausschließlich um direkten Umfeld größerer Städte bekommen — schade eigentlich, denn ansonsten ist es eine gute Lösung, um fast immer Online gehen zu können.
Bis zum nächsten Mal
Micha

Wer was dazu gesagt hat