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Archiv für die Kategorie ‘Meinung’

Ständig in ängstlicher Verbindung

Ohne jeden Zweifel setzt sich der Siegeszug der Web 2.0-artigen Kommunikationswege ständig fort. Es wird gebloggt, getwittert und in sozialen Netzwerken gewerkelt was das Zeug hält. Dem Sendebewusstsein des Einzelnen sind ja glücklicherweise kaum noch Grenzen gesetzt – auch wenn sich hier und da die Frage stellt, ob man das überhaupt hören und sehen  möchte.

Ein Beispiel dafür ist die „Ehemaligen-Fraktion“ in Facebook oder StayFriends. Während sich StayFriends, dem Namen zum Trotze, vorwiegend auf deutsche Schulabgänger spezialisiert hat, ist Facebook ein wenig offener und begreift sich als Kommunikations-Verbinder für die ganze Welt. Während meine „ehemaligen Kontakte“ über StayFriends verdrahtet sind, verwendet meine bessere Hälfte Facebook. Verständlich – sie hat ihren Schulabschluss in British Columbia gemacht.

Aber zurück zum Beispiel! Jetzt „poppen“ da immer mehr Bekanntschaften aus der Vergangenheit auf, bei denen ich mir gar nicht so sicher bin, ob ich die überhaupt auf meiner „Freundesliste“ haben möchte. Es klingt ja hart, aber es geht nicht anders: „Es gibt Menschen die fand ich vor Jahren extrem bescheuert.“ – und dieser Eindruck hat einen Depot-Effekt – ich finde sie nämlich immer noch bescheuert und möchte NICHT mit ihnen kommunizieren. Früher ist man ihnen aus dem Weg gegangen, hat versucht nicht auf die gleichen Partys zu gehen und ist immer zwei Schritte langsamer in die „Raucherecke“ gegangen, damit diese Leute neben anderen Menschen zum stehen kommen (obwohl sie ja gar nicht rauchten!). Jetzt ihnen die virtuelle Hand zu reichen – nein Danke!

Wenn jetzt noch, wie soeben gemeldet, eine direkte Verknüpfung von Plattformen wie XING mit Netviewer-Online-Meetings möglich ist, dann ist das ja schon fast wie eine Drohung. NEIN – ich möchte garantiert nicht eine Websitzung mit Marcel J. teilen – bestimmt nicht! Auch meine Musiksammlung möchte ich ihm nicht offenbaren. Alles ist gut, solange Netviewer nicht mit Stayfriends, Wer kennt wen, Lokalisten oder sonst wem kooperiert und ich den Mut aufbringe NEIN zu klicken.

Der wirkliche Grund für den Einsatz von Windows 7…

12. Oktober 2009 1 Kommentar

… heißt: Das Schütteln! Ich gebe zu, ich kannte den “Schütteleffekt” bisher nicht, sodass Thomas ihn mir erst mal zeigen musste — aber dann waren wir uns einig: Wenn man einen Grund braucht, um  auf Windows 7 zu wechseln, HIER ist er ;-) ;-) .

Klar kannte ich bisher schon die Möglichkeiten von Aero, durch die man einfach ein Fenster an den rechten oder linken Rand des Bildschirms ziehen und damit das Fenster schnell auf die halbe Bildschirmgröße skalieren kann.
Der “Aero Shake” erlaubt es nun dem Anwender, bei mehreren auf dem Desktop geöffneten Fenstern eines davon mit dem Cursor anzufassen und zu schütteln, worauf alle anderen Fenster minimiert werden. Ein weiteres Schütteln des gleichen Fensters zaubert die anderen Fenster wieder auf den Schirm.

Und wer noch kein Windows 7 auf seinem Desktop hat und einfach mal sehen will, wie “Aero Shake” so wirkt: Auf Youtube (wo sonst?) gibt es natürlich dazu auch ein Filmchen.

Es grüßt geschüttelt (aber auch etwas gerührt)
Micha

Wie viele Medien braucht der IT-Mensch????

Wer sich in der Landschaft der deutschen IT-Fachzeitschriften umguckt, der wird nicht umhin kommen zu bemerken, dass diese Landschaft sich immer weiter ausdünnt…

Wer zudem in der Lage ist, etwas hinter die Kulissen der Verlagshäuser zu blicken, der wird leider feststellen müssen, dass dieses Sterben der Fachzeitschriften sicher noch nicht das Ende erreicht hat.

Ohne als direkt Betroffener jetzt in das allgemeine Wehklagen einstimmen zu wollen (obwohl es doch sooooo gut tut ;-) ), stellt sich mir immer wieder eine Frage — nämlich die nach der Mediennutzung der Menschen, die in der IT tätig sind.

Viele persönliche Gespräche mit ebenso vielen Leuten bestätigen mich darin, dass sehr, sehr viele dieser Menschen immer noch gerne ein gedrucktes Medium in den Händen halten — auch wenn sie jeden Tag am Bildschirm sitzen und die Informationen aus dem World Wide Web lesen und benutzen.

Kann das mal jemand diesen ganzen amerikanisierten Marketing-Leute sagen, die groß tönen “Print is dead!” und dabei von uns Medienschaffenden verlangen, dass Testberichte und Fachartikel dann doch bitte in einem Print-Medium erscheinen…

Und bei dieser Gelegenheit: Ich würde mich schon als Kommunikations-Junkie bezeichnen — aber ein echt sinnvoller Einsatz für das Twittern ist mir noch nicht untergekommen. Aber vielleicht kommt das ja noch, wenn ich feststelle, dass der IT-Mensch auch das Medium “Twitter” braucht.

In diesem Sinne

Micha

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