Archiv

Archiv für die Kategorie ‘Tipps & Tricks’

Kostenlos: E-Book für Windows-7-Beginner…

Wer sagt denn, dass es in diesen Zeiten nichts mehr umsonst gibt? :-) Microsoft Press zeigt sich angesichts der Einführung (Ja, Windows 7 ist jetzt wirklich da und kann gekauft werden ;-) )  des neuen Client-Betriebssystems großzügig, und bietet ein komplettes so genanntes E-Book zum Download an.

Kostenloses  E-Book zum Thema Windows 7

Ein E-Book für Einsteiger zum Thema Windows 7

Klar — hinter den “E-Books” verbirgt sich hier auch nichts weiter als eine PDF-Datei und es ist ein echtes Anfängerbuch, wenn auch hübsch bebildert ;-) . Aber wer beispielsweise Bekannte hat, die bald auf Windows 7 ein- oder umsteigen wollen, der sollte diesen Tipp weitergeben — könnte ihm eine Menge Fragen seitens seiner Bekannten/Freunde sparen.

Allerdings müssen sich alle, die dieses Angebot nutzen wollen, etwas schicken: Es gilt laut Microsoft Press nur bis zum 31.10.09 und da der Nutzer erst seine E-Mail-Adresse angeben muss, um dann einen Download-Link zu bekommen, kann es jeder auch nur einmal herunterladen.

Lesende Grüße von
Micha

Problem: Excel-Datei lässt sich im SharePoint nicht speichern

22. Oktober 2009 1 Kommentar

Im Zusammenspiel mit Microsoft Office 2003 und den SharePoint Services 2007 kann es zu eine Konstellation kommen, bei der Excel-Dateien nicht mehr gespeichert werden können. Während sich Word-Dateien ganz normal per Anklicken -> Änderung -> Speichern bearbeiten lassen, erscheint bei Excel-Dateien ein Fehlerdialog von Microsoft Excel „… ist schreibgeschützt’“. Um eine Kopie zu speichern, klicken Sie auf ´OK´, Geben Sie der Arbeitsmappe im Dialog ´Speichern unter´ einen neuen Namen.“

 xls_geht_nicht

 

 

 

Der Fehler lässt sich umgehen, indem anstelle eines Klicks auf die Datei das „kleine Dreieck“ auf der rechten Seite neben dem Dateinamen angeklickt wird und der Menübefehl „In Microsoft Office Excel bearbeiten“ ausgewählt wird.

xls_alternativ

 

 

 

Was ist der Hintergrund dieses Fehlverhaltens und wie kann es dauerhaft behoben werden? Die Microsoft Office Version auf dem PC ist offensichtlich zu alt. Es wird mindestens Service Pack 3 (SP3) benötigt um fehlerfrei mit den SharePoint Services 2007 zu arbeiten (ganz unabhängig davon macht es erst mit Microsoft Office 2007 wirklich Sinn!).

Die Microsoft Office Version lässt sich in jeder Office-Applikation, beispielsweise Microsoft Word, in der der Menüleiste durch einen Klick auf das Fragezeichen und dann auf Info ermitteln. Es muss SP3 nach der Versionsnummer zu lesen sein.

xls_loesung

Kategorien:Tipps & Tricks, Windows Schlagworte: ,

Ein etwas anderer Weg ins Netz

Mit der Fertigstellung von Windows 7 steht dann auch der so genannte XP-Modus zur Verfügung, mit dessen Hilfe die Anwender nach Microftsofts Vorstellung auch die Programme unter dem neuen Client-Betriebssystem einsetzen können sollen, die noch nicht oder nie unter Windows 7 funktionieren.

Dieser XP-Modus ist allerdings nicht  für alle Systeme gedacht: Nur die “großen” Pakete von Windows 7 mit den Bezeichnungen Ultimate, Professional und Enterprise unterstützen ihn. Zudem muss die verwendete CPU die Fähigkeit besitzen, Virtualisierungstechniken in Hardware zu unterstützen. Näheres zu diesen Einschränkungen und dem Einsatz der Lösung habe ich bereits in einem Artikel auf Virtualisierungs-Guide.de geschildert.

Mit der aktuellen Version von Virtual PC bietet Microsoft aber endlich auch die Möglichkeit, die USB-Anschlüsse des Host-Systems zum Gastsystem “durchzuschleifen” — so kann eine Anwendung diese Geräte nun nutzen, als seien sie direkt mit dem virtuellen Rechner verbunden. Durch die so genannten Integrationsfeatures stehen solche Geräte dann zunächst mal automatisch beiden Systemen, also sowohl dem Host- als auch dem Gastrechner zur Verfügung.

XP-Mode unter Windows 7: Zugriff aus USB-Geräte

XP-Modus: Direkter Zugriff auf USB-Medien für beide Systeme

So kam bei uns der Gedanke aus, ob es auf diese Art nicht möglich ist, einer Internet-Verbindung direkt in der virtuellen Maschine mittels eines Surf-Sticks aufzubauen, der die Verbindung zum UMTS-Netz herstellt.

Schließlich sind noch nicht alle Provider, die derartige Angebote besitzen, soweit, dass sie auch Treiber für Windows 7 zur Verfügung stellen können oder wollen. Getestet haben wir es allerdings mit einem Surf-Stick des Providers Fonic mit einer Tagesflatrate, der dieses Problem nicht hat: Er funktioniert dank mitgelieferter Vista-X64-Treiber ganz prächtig auf meinem Notebook unter Windows 7 Ultimate in der X64-Ausprägung.

Aber hier ging es ja ums Prinzip und es klappte in der Tat: Nach dem wir zunächst per Hand die Software vom Stick innerhalb der virtuellen Maschine installiert hatten (der Autostart wollte immer auf dem Host-System installieren) und dann den USB-Port exklusiv dem virtuellen System zugeordnet hatten, war es kein Problem mehr: Das virtualisierte System erkannte das 3G-Modem und es war möglich auf diese Weise einen Internet-Zugriff zu realisieren.

XP-Mode: So klappt es auch aus der virtuellen Maschine

Die Verbindung steht: Via 3G-Modem direkt aus der virtuellen Maschine!

Leider nur mit EDGE-Geschwindigkeit, denn entgegen der Behauptung vieler Provider ist UMTS definitiv KEINE Alternative für die “DSL-lose” Landbevölkerung. Ich habe sowohl im Süden (zwischen München und Ingolstadt) als auch im Norden von Deutschland (zwischen Hannover und Bremerhaven) UMTS nur und ausschließlich um direkten Umfeld größerer Städte bekommen — schade eigentlich, denn ansonsten ist es eine gute Lösung, um fast immer Online gehen zu können.

Bis zum nächsten Mal
Micha

… und es geht natürlich doch…

28. September 2009 Hinterlasse einen Kommentar

Da lobe ich schon so heftig die Kommandozeile — und dann nutze ich sie selbst nicht richtig ;-) . Eine kurze E-Mail-Konversation mit Daniel Melanchthon von Microsoft und ein genauerer Blick auf seinen Blog mit einer genauen Anleitung und schon funktionierte es auch mit meiner Hardware:

Windows 7 als Accesspoint

So sieht es aus, wenn Windows 7 mit einer zweiten virtuellen WLAN-Karte arbeitet

Der “Knackpunkt” lag bei dieser Technik vor allen Dingen darin, dass ich die virtuelle Netzwerkkarte zunächst einmal über die Kommandozeilenbefehle für das WLAN in der Form:

netsh wlan set hostednetwork

(genauere Syntax per netsh wlan help oder auf der oben genannten Seite)   konfigurieren musste, damit dann auch ein zusätzlicher Adapter im Netzwerk- und Freigabecenter angezeigt wurde.

Dann klappte es sogar im Zusammenarbeit mit unserem “alten” Notebook, der noch unter Windows XP sein Dasein fristet, wie dieses Bild sehr schön zeigt:

Access-Point von XP aus

Der Access-Point sieht für XP wie jeder andere aus...

Mit einem XP-Rechner klappt dann es dann natürlich nicht, ein Windows “Homenetz” aufzusetzen und so muss man dann beim “richtigen” Adapter des Window-7-Systems nicht nur die gemeinsame Nutzen freigeben, sondern bei den Eigenschaften auch festlegen, für welche Ports die Verbindung freigeschaltet wird. Aber dann klappte es hervorragend, der Windows-XP-Notebook nutzte den Windows-7-Rechner wie einen normalen WLAN-Accesspoint. Zudem konnte ich auf dem Windows-7-Rechner, problemlos weiterarbeiten, die Zugriffe des XP-Systems waren auch bei heftigem Surfen ;-) nicht zu bemerken.  Wir haben als Zugriffspunkt für dieses System ein WLAN-N-Router der Firma D-Link eingesetzt. Alles in allem eine schöne Lösung.

Danke noch mal an den Microsoft Evangelisten Daniel Melanchthon für seine freundliche und schnelle Unterstützung.

Es grüßt (fast völlig drahtlos ;-) )

Micha

Und wieder was gelernt ;-))))

13. September 2009 Hinterlasse einen Kommentar

Obwohl ich mich nun schon einige Jahre mit den diversen Versionen des Windows-Betriebssystems herum geärgert habe, bin ich immer wieder erstaunt, welche Überraschungen bei der täglichen Arbeit mit Windows immer wieder auftauchen.

Hier geht es  aber mal um eine angenehme Überraschung in der Form eines mir bisher unbekannten Tools, das Windows direkt an Bord hat: Durch einen Eintrag auf einer englischen Webseite wurde ich (mal wieder :-) ) auf das Thema Sicherheit und diesem Fall speziell auf die sogenannten Keylogger aufmerksam gemacht.

Wie wohl jedem “Viel-Nutzer” ist mir diese Gefahr und auch eine gängige Lösung dafür bekannt: Eine “On-Screen-Keyboard” soll helfen, ein derartiges Abhören zu vermeiden.  Was mir bis dato unbekannt war ist die Tatsache, dass die Windows-Systeme eine solche Software-Tastatur standardmäßig mitbringen. Diese ist allerdings sehr gut versteckt: Das Programm “osd.exe”  ist im Verzeichnis WIndows\system32 zu finden:

Bildschirmtastatur "osd.exe"

Aber leider bietet auch eine derartige Lösung nur einen gewissen Schutz: Sie kann zwar vor einigern Hardware-Keyloggern schützen, würde aber von einer entsprechenden Softwarelösung ebenfalls ausgetrickst.

Wer hier eine ziemlich sichere Lösung sucht, sollte sich einmal im Blog von Ian Saxon mit dem schönen Namen “Defending the Kingdom” umsehen. Dort wird auch die “Vesik-Methode” vorgestellt, die deutlich mehr Sicherheit bieten kann — allerdings auch mit deutlich mehr Aufwand!

Auch die Forscher in Microsofts Forschungslaboren haben sich mit diesem Thema befasst und stellen etwas älteren aber dennoch interessanten Artikel zum Thema “Einloggen im Internet-Cafe ohne Angst vor Keylogger” bereit.

In diesem Sinne — weiterhin hoffentlich sorgenfreies Surfen OHNE Keylogger und ähnlich miese Programme, das wünscht
Micha

Windows 7: Nachtrag zum Thema Update…

Windows7 In meinem Blog-Eintrag vom 28. August habe ich bereits geschildert, wie uns der Umstieg von den auf unseren Systemen installierten RC-Versionen von Windows 7 auf die endgültige (in diesem Fall  die RTM-) Version des Betriebssystems gelungen ist. In diesem Beitrag habe ich aber auf darauf hingewiesen, dass die Entwickler bei Microsoft einen guten Grund haben,  einen sogenanten “Clean Install” des Systems zu verlangen.

So tauchten bei unseren “Updates” dann auch kleinere Probleme auf, von denen eines besonders interessant ist: Auf zwei der Rechner, die unter Windows 7 RC betrieben wurden, haben wir unterschiedliche Version der Sicherheitslösung Kaspersky Internet Security installiert. Diese Software hat sich auch unter der x64-Version als problemlos erwiesen, obwohl sie auf diesen Systemen nur im 32-Bit-Modus läuft.

Während eines der Systeme, das mit der 2010-Version der Kaspersky-Lösung ausgestattet war, problemlos auf den neuen Stand zu bringen war, war dies bei unserem zweiten Rechner (unter der Vorgängerversion Kaspersky Internet Security 2009) nicht möglich: Das Installationsprogramm von Windows 7 monierte, dass es sich hierbei um einen inkompatiblen Treiber handle. Erst nach der kompletten De-Installation der 2009-Version, konnte unser Update fortgesetzt werden. Das hat die Tester zunächst etwas verwundert, da diese Software unter dem RC-Release funktioniert hatte. Allerdings war die Kaspersky-Software auf dem System bereits unter Windows Vista installiert worden, dass wir dann auf Windows 7 RC gebracht haben, was dieses Phänomen durchaus erklären könnte und deutlich zeigt, in welche “merkwürdigen” Zustände ein Windows-System gebracht werden kann, wenn man sich NICHT an die Empfehlungen der Entwickler hält…

Welche Probleme traten noch auf? Einige Programme, wie der für seinen Eigensinn bekannte Photoshop von Adobe (in diesem Fall CS2) und die File-Transfer-Software WS_FTP Professional von Ispwitch bestanden darauf, dass ihre Lizenz nun nicht mehr gültig sei. Es war aber problemlos möglich, diese dann wieder zu erneuern.

Auch die auf diesem System installierten Daemon-Tools zur Emulation von CD/DVD-Laufwerken wollte Windows 7 so nicht akzeptieren: Was uns aber bei den Möglichkeiten und Fähigkeiten dieses Programms auch nicht besonders verwundert hat, zumal es einen eigenen Systemtreiber installiert.

Bis zum nächsten Update ;-)

Micha

Meine “Server-Bibel” ;-)

Buchtitel Windows Server 2008

Auch in den Seiten des World Wide Webs und der fast immer abrufbaren Informationsflut aus dem Internet kann und will ich  häufig nicht auf „das gedruckte Wort“ verzichten. Gerade wenn es um so komplexe Dinge wie die Betreuung und Verwaltung der Windows-Server-Systeme geht, haben meiner Meinung nach  viele Sytemverwalter genau wie ich gerne ein Nachschlagewerk zur Hand: Hier ein gutes Beispiel für ein derartiges Werk, das sehr schnell zu meiner “Server-Bibel” geworden ist.

Wer bisher noch nicht glauben konnte, dass Microsoft mit dem aktuellen Betriebssystem Windows Server 2008 ein „gewichtiges“ Stück Software auf den Markt gebracht hat, wird dann vielleicht beim Anblick des aktuellen Buches von Eric Tierling überzeugt sein: Mit über 1300 Seiten (zählt man das umfangreiche Stichwortverzeichnis nicht mit) stellt das unter der schlichten Bezeichnung „Windows Server 2008“ bei Addison Wesley in der Reihe net.com erschienene Buch ein echtes Schwergewicht dar.

Der vielen Windows-Profis  sicher wohlbekannte Fachautor Eric Tierling hat sich mit diesem Werk auch eine Menge vorgenommen, soll es doch den „erfolgreichen Einsatz von Windows Server 2008 mit verständlichen Beispielen und zahlreichen Praxistipps unterstützen“. Wir haben uns dieses Werk auf diesen Anspruch hin einmal genau angeschaut.

In seinem Vorwort betont der Autor, dass jedes neue Windows-Serversystem, das von Microsoft auf den Markt gebracht wird, dabei dem Administrator eine ganze Reihe an technischen Neuheiten zur Verfügung stellt. Folgerichtig betitelt er den ersten von sieben großen Teilen, die das insgesamt 31 Kapitel umfassende Buch aufgliedern, mit der Überschrift „Auf Tuchfühlung mit Windows Server 2008“. Im ersten Kapitel befasst er sich dann mit den besonderen Merkmalen, die dieses Microsoft Betriebssystem von seinen Vorgängern unterscheidet.

Den Praktiker erkennt man bereits in diesem ersten Kapitel daran, dass bei der „Vorstellung des Windows-Servers“ also dem Server Core, ein deutlicher Warnhinweis (hierfür werden im Buch spezielle Icons verwendet) erfolgt, der dem Administrator erläutert, dass es nach der Installation des Servers in der Core-Version ohne eine komplette Neuinstallation nicht möglich ist, zu einer vollständigen Windows-Version zurückzukehren.

Nach diesem einleitenden Überblick widmet sich je ein Kapitel der Schritt-für-Schritt Neuinstallation und der Aktualisierung auf Windows Server 2008. Dabei ist logischerweise das Kapitel zur Neuinstallation deutlich umfangreicher ausgefallen. Wie auch die folgenden Abschnitte werden die Erläuterungen und Beschreibungen in diesen Kapiteln mit vielen Screenshots unterstützt, auf denen die entsprechenden Einstellungen dargestellt werden. An dieser Stelle ist jedoch ein Wort der Kritik angebracht, das sich nicht an den Autor sondern an den Verlag Addison-Wesley richtet: Es ist unbestritten, dass gerade die Produktion solch umfangreichen Werke nicht kostengünstig ist: Wenn ich aber als Leser fast 60 Euro für ein Buch ausgebe, das dann durch Bilder in Schwarzweiß den Eintrag eines Flyers erweckt, dann bin ich sicher nicht begeistert. Zumal gerade bei modernen Betriebssystem-Oberfläche die Farbe nicht nur die Funktion hat, den Administrator durch ihre Vielfalt zu erfreuen, sondern auf diese Weise häufig für den Anwender wichtige Informationen transportiert werden.

Weitere Kapitel des ersten Teil stellen den Server-Manager als wichtigstes Werkzeug des Administrators vor, lassen aber auch andere Werkzeuge wie entsprechende MMC-Snapins, die Kommandozeilen-Tools sowie die PowerShell nicht außen vor. Besonders gefallen hat mir dabei das Kapitel 4, das der Autor mit „Abrundung der Installation und erste Schritte“ überschrieben hat: Tierling erläutert darin beispielsweise auch die Unterschiede, die sich bei diesem Betriebssystem schon an der Oberfläche durch die gemeinsame Codebasis mit Windows Vista ergeben und bei einem Administrator, der bisher nur mit traditionellen Windows-Servern arbeitete, schon mal für Überraschungen sorgen können. Auch die Grundlagen des 64-Bit-Computing und der grundsätzliche Einsatz von 32-Bit x86-Anwendungen auf diesen Systemen werden bis hin zur dabei notwendigen Registry-Umlenkung werden detailliert vorgestellt und erläutert.

Der zweite Teil des Buches stellt in vier Kapitel die Arbeit im Netzwerk mit dem aktuellen Windows-Server vor und geht dabei neben den Grundlagen zur Konfiguration, Diagnose und Überwachung auch auf die Standardproblematiken in diesem Bereich ein, und schildert Betrieb und Wartung der DHCP-, DNS- und WINS-Server. Weitaus umfangreicher ist dann der nächste Abschnitt, der sich in fünf Kapitel dem Active Directory Domänendienst und damit auch den Änderungen widmet, mit denen sich der Administrator bei dieser wichtigen Funktion des Windows-Servers unbedingt befassen muss. Obwohl sich dieses Buch sicher nicht an „Server-Einsteiger“ richtet, ist es sicher richtig vom Autor, diesen Abschnitt mit einer kurzen Einführung in den Verzeichnisdienst zu beginnen, um so auch gleich die Neuerungen bei Windows Server 2008 im richtigen Zusammenhang vorzustellen. Nach einem Kapitel zur Planung der AD-Struktur geht es zur Einrichtung und Konfiguration. In diesem Abschnitt hat es mir gut gefallen, dass sich der Autor in einem, wenn auch relativ kurzem Kapitel, mit der Problematik der Einbindung von Windows Server 2008 in bestehende AD-Gesamtstrukturen und den vorbereitenden Maßnahmen befasst, die der Administrator für diese sicher nicht leichte Aufgabe durchführen sollte.

Der daran anschließende vierte Abschnitt des Buches behandelt dann die Gruppenrichtlinien bevor sich der Autor im fünften umfangreichen Abschnitt mit den Sicherheitsmerkmalen des Windows Servers befasst. Neben den grundlegenden Sicherheitskonzepten, der Zugriffssicherheit und der für viele Administratoren sicher noch ziemlich neuen Laufwerkverschlüsselungslösung Bitlocker geht das Werk dann im Kapitel 22 ausführlich auf das Thema Netzwerkzugriffsschutz (NAP – Network Access Protection) ein. Ich habe bisher noch in keinem anderen Werk eine derart umfangreiche Beschreibung des Einsatzes dieser neuen Technik gefunden, die auch für viele erfahrene Administratoren noch neu sein dürfte.

Der sechste Abschnitt des Buches diskutiert die bekannten File- und Print-Diensten und ihre Ausprägung unter diesem Betriebssystem. Auch hier zeigt Tierling ein weiteres Mal seine Verbundenheit mit der Praxis, in der ein ganzes Kapitel dem alten und wohl bekannten Thema des Druckens über das Netzwerk widmet: Jeder Systemverwalter wird bestätigen, wie aktuell diese Thematik auch heute noch im täglichen Betrieb ist.

Der letzte Abschnitt zeigt schließlich die Möglichkeiten und Fähigkeiten der Virtualisierungslösungen, die Microsoft mit diesem Windows-Server zur Verfügung stellt: Ein Kapitel behandelt die Servervirtualisierung mit Hyper-V, wobei der Autor sich dabei ausdrücklich auf die in der x64-Version des Servers zur Verfügung stehende Rolle „Hyper-V“ beschränkt und nicht die Standalone-Version von Hyper-V behandelt. Ein zweites ausführlicheres Kapitel in diesem Abschnitt behandelt dann die so genannte Präsentationsvirtualisierung, also alle Neuerung, die diese Software bei den Terminaldiensten zur Verfügung stellt. Das abschließende Kapitel des gesamten Werkes befasst sich mit dem Windows-Systemressourcen-Manager, was zunächst verwundert, weil auch dieses Kapitel unter der großen Überschrift Virtualisierung fällt. Doch Tierling hat sein Buch logisch aufgebaut und führt hier zu Recht an, dass Applikationsserver wie der zuvor beschriebene Terminalserver unbedingt zuverlässig arbeiten müssen, sodass hier der unter Windows Server 2008 als Feature realisierte WSRM (Windows-Systemressourcenmanager) einen sinnvollen Abschluss der „Tour“ durch das Betriebssystem und seine Fähigkeiten darstellt.

Abgerundet wird das Buch durch ein sehr umfangreiches und bei dem Umfang dieses Werkes unerlässliches Stichwortverzeichnis sowie zwei DVDs mit einer 120 Tage arbeitenden Testversion des Windows Servers 2008. Trotz der Ausführlichkeit dieser Rezension kann ich  hier nur einen Überblick über all die Themen geben, die der Autor in gut lesbarer und nachvollziehbarer Form in seinem Buch zusammengefasst hat. Für alle Systemverwalter und Administratoren, die irgendwann einen Windows Server 2008 in ihr Netzwerk integrieren wollen oder dies schon haben, eine definitive Empfehlung.

Windows 7: von RC nach RTM…

Windows7

Seit Mitte August können Anwender, die Zugriff auf ein MSDN- oder TechChannel-Konto haben, die sogenannte RTM-Version (Ready to Manufacture) von Windows 7 herunterladen und auf ihren Systemen testen und einsetzen.

Leider wird es wohl die meisten dieser Anwender ähnlich gehen wie mir: Sie haben auf einem System schon die RC-Version von Windows 7 installiert und vor lauter Begeisterung :-) über das System alle guten Vorsätze über Bord geworfen und…

… immer weiter damit gearbeitet — es funktioniert ja! Nun, nichts leichter als das, wird halt der PC mit dem RTM-Release auf den neuen Stand gebracht. So von Windows 7 Ultimate to Windows 7 Ultimate.

Leider haben sich die Entwickler von MS das ganz anders vorgestellt und verlangen einen “clean install”, sodass der geneigte “Installateur” folgendes Bild zu sehen bekommt:

Fehlermeldung

Aber auch hier hilft ein Trick, der schon ein Update vom Beta-Release auf die RC-Version ermöglicht hat:

Zunächst sollte man den gesamten Inhalt der Installations-DVD in ein freies Verzeichnis kopieren. Dann dort in das Verzeichnis mit dem Namen “sources“  wechseln und in diesem dann die Datei “cversion.ini” mittels eines Texteditors öffnen. Hier findet sich der Eintrag

[HostBuild]
MinClient=7233.00
MinServer=7100

der festlegt, von welcher Client-Version ein Update möglich ist. Da die RC-Version von Windows 7 eine Release-Nummer von 7100 hatte und hier ein Wert von 7233.00 vorgegeben wird, verweigert Windows ein Update.

Ändert man den Wert hinter MinClient beispielsweise auf 7000.00 und speichert die Datei zurück, so kann anschließend direkt aus dem entsprechenden Verzeichnis auf der Festplatte die Datei “setup.exe” aufgerufen werden und die Installation beginnt.

Wir haben diesen Weg erfolgreich bei zwei 64-Bit- und einem 32-Bit-System ausführen können. Welche Probleme dabei dennoch auftreten können, darüber werde ich dann in einem späteren Beitrag noch weiter berichten. Die Microsoft-Entwickler haben durchaus einen Grund, warum sie einen “cleanen” Rechner wollen.

Trotzdem, dieser Weg funktioniert und die Systeme laufen (bis jetzt ;-) ) einwandfrei.

Bis dann

Micha


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.